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	<title>blog.berndweiss.net &#187; Konflikte</title>
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	<description>Unter anderem mit diesen Themen: Quantitative Soziologie, Statistik, R &#38; LaTeX</description>
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		<title>Worüber streiten sich Paare?</title>
		<link>http://blog.berndweiss.net/2008/06/07/woruber-streiten-sich-paare/</link>
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		<pubDate>Sat, 07 Jun 2008 19:31:19 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Bernd Weiss</dc:creator>
				<category><![CDATA[Faktenwissen]]></category>
		<category><![CDATA[Soziologie]]></category>
		<category><![CDATA[Familiensoziologie]]></category>
		<category><![CDATA[features]]></category>
		<category><![CDATA[Konflikte]]></category>
		<category><![CDATA[Partnerschaft]]></category>

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		<description><![CDATA[Wahrend sich mein soziales Umfeld der Fußball-EM hingibt, bereite ich Folien für eine Konferenz in München vor, auf der ich einige der zentralen Ergebnisse des Kölner Forschungsprojektes &#8220;Paarkonflikte, Kommunikation und die Stabilität von Partnerschaften&#8221; vorstellen werde. Ich nutze die Beschäftigung mit dem Thema, um einen älteren Text zu beenden, den ich vor einiger Zeit begonnen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wahrend sich mein soziales Umfeld der Fußball-EM hingibt, bereite ich Folien für eine <a href="http://www.pairfam.uni-bremen.de/index.php?id=150" target="_blank">Konferenz in München</a> vor, auf der ich einige der zentralen Ergebnisse des Kölner Forschungsprojektes &#8220;<a href="http://www.fis.uni-koeln.de/docs-www/index.php?id=814" target="_blank">Paarkonflikte, Kommunikation und die Stabilität von Partnerschaften</a>&#8221; vorstellen werde. Ich nutze die Beschäftigung mit dem Thema, um einen älteren Text zu beenden, den ich vor einiger Zeit begonnen habe und der sich auf Ergebnisse einer TNS Emind-Umfrage bezieht. Diese vom Playboy in Auftrag gegebene Studie befasste sich mit Streitthemen in Partnerschaften (besser: sollte sich damit befassen). Leider liegt mir die Originalstudie nicht vor, doch in sämtlichen Online- und Printmedien findet sich folgender Fragewortlaut: „Was könnte in Ihrer Partnerschaft Anlass zum Streit geben?“ <a href="http://www.spiegel.de/panorama/0,1518,547806,00.html" target="_blank">Spiegel Online</a> schreibt immerhin noch vom &#8220;Konfliktpotential&#8221;, <a href="http://de.news.yahoo.com/ddp/20080416/ten-paare-streiten-am-haeufigsten-wegen-87042fc.html" target="_blank">andere</a> fassen die Befunde als objektive Gegebenheiten auf. Nach meinem Dafürhalten findet für die Befragten keine saubere Trennung von manifesten (tatsächlich beobachteten) und latenten (unausgesprochene, vielleicht nur einseitig wahrgenommenen) Konflikten statt. Kurz gefasst: &#8220;Darüber streiten Paare in Deutschland tatsächlich&#8221; vs &#8220;Darüber könnten Paare in Deutschland streiten, machen es aber nicht notwendigerweise&#8221; (insofern hat Marc all meine Sympathien, wenn er sich zurecht über <a href="http://www.wissenswerkstatt.net/2008/04/24/emnid-vanity-fair-und-die-biotechnologie-ueber-amoklaeufer-in-der-debatte-um-die-globale-nahrungsmittelkrise-werkstattnotiz-lxxx/" target="_blank">Frageformulierungen in der Mark-/Meinungsforschung</a> mokiert).<span id="more-131"></span></p>
<p class="MsoNormal">Im Rahmen des am Kölner Forschungsinstitut für Soziologie angesiedelten DFG-Projektes &#8220;<a href="http://www.fis.uni-koeln.de/docs-www/index.php?id=814" target="_blank">Paarkonflikte, Kommunikation und die Stabilität von Partnerschaften</a>&#8221; haben wir uns auch mit der Frage befasst, worüber sich Paare beziehungsweise die Partner &#8220;in die Haare kriegen&#8221;. Dabei werden insgesamt 12 Lebensbereiche unterschieden. Ich berichte nachfolgend nur die Befunde auf Personenebene.[1]</p>
<p class="MsoNormal">Für jeden Lebensbereich wurde erhoben, wie häufig es zu Meinungsverschiedenheiten[2] kommt. Es wurde folgende Frage gestellt: &#8220;In jeder Partnerschaft gibt es Themen, über die man unterschiedlicher Meinung ist. Wie häufig kam es in letzter Zeit in Ihrer Partnerschaft über folgende Dinge zu Meinungsverschiedenheiten?&#8221;. Mögliche Antwortkategorien waren: 1 nie; 2 sehr selten; 3 gelegentlich; 4 häufig; 5 sehr häufig. Paare mit Kindern wurden zusätzlich noch nach der Häufigkeit von Meinungsverschiedenheiten bei der Erziehung der Kinder gefragt.<span> Die nachfolgende </span><span>Tabelle</span> zeigt, wie intensiv Auseinandersetzungen in verschiedenen Lebensbereichen von beiden Partnern wahrgenommen werden. Die Angaben für Frauen und Männer werden mit Hilfe eines t-Testes verglichen. Große t-Werte, die zusätzlich mit einem Sternchen gekennzeichnet sind, bedeuten, dass es statistisch bedeutsame Unterschiede zwischen den Angaben von Frauen und Männern gibt.</p>
<p class="MsoNormal">Es fällt auf, dass es keinen Lebensbereich gibt, in dem extrem viele Konflikte auftreten. Die Mittelwerte der Konflikthäufigkeit über alle Gruppen hinweg schwanken zwischen 1,5 und 2,5; aufgerundet entspricht das den Antwortvorgaben „sehr selten“ und „gelegentlich“. Zu den Bereichen mit einer geringen  Konflikthäufigkeit gehören der Kinderwunsch und das Thema Freundeskreis. Häufiger werden Konflikte bei der Freizeitgestaltung, der Aufteilung der Arbeiten zwischen den Partnern (zum Beispiel Hausarbeit, Erwerbstätigkeit/Ausbildung oder Kinderbetreuung), der Kindererziehung oder der Frage, wie beide Partner miteinander umgehen, wahrgenommen.</p>
<p class="MsoNormal">
<div><!--[if !supportFootnotes]--></div>
<table style="height: 360px;" border="0" cellspacing="0" cellpadding="0" width="602">
<tbody>
<tr>
<td width="111"></td>
<td colspan="2" width="108">
<p align="center">Frauen</p>
</td>
<td colspan="2" width="108">
<p align="center">Männer</p>
</td>
<td width="48">
<p align="center">t-Test</p>
</td>
</tr>
<tr>
<td width="111"></td>
<td width="60">
<p align="center"><!--[if supportFields]> EQ \O(x;¯)<![endif]-->Mittelwert<!--[if supportFields]><![endif]--></p>
</td>
<td width="48">
<p align="center">N</p>
</td>
<td width="60">
<p align="center"><!--[if supportFields]> EQ \O(x;¯)<![endif]-->Mittelwert<!--[if supportFields]><![endif]--></p>
</td>
<td width="48">
<p align="center">N</p>
</td>
<td width="48">
<p align="center">|t|</p>
</td>
</tr>
<tr>
<td width="111">Freizeitgestaltung</td>
<td width="60">2,41</td>
<td width="48">209</td>
<td width="60">2,57</td>
<td width="48">207</td>
<td width="48">1,84*</td>
</tr>
<tr>
<td width="111">Arbeitsteilung im Haushalt</td>
<td width="60">2,35</td>
<td width="48">208</td>
<td width="60">2,41</td>
<td width="48">206</td>
<td width="48">0,59</td>
</tr>
<tr>
<td width="111">Finanzielle Dinge</td>
<td width="60">2,23</td>
<td width="48">209</td>
<td width="60">2,15</td>
<td width="48">206</td>
<td width="48">0,85</td>
</tr>
<tr>
<td width="111">Einsatz in Beruf/Schule</td>
<td width="60">2,13</td>
<td width="48">208</td>
<td width="60">2,31</td>
<td width="48">207</td>
<td width="48">1,88*</td>
</tr>
<tr>
<td width="111">Umgang miteinander</td>
<td width="60">2,31</td>
<td width="48">208</td>
<td width="60">2,33</td>
<td width="48">206</td>
<td width="48">0,14</td>
</tr>
<tr>
<td width="111">Verwandte</td>
<td width="60">2,07</td>
<td width="48">208</td>
<td width="60">2,07</td>
<td width="48">207</td>
<td width="48">0,00</td>
</tr>
<tr>
<td width="111">Haushaltsführung</td>
<td width="60">2,16</td>
<td width="48">207</td>
<td width="60">2,32</td>
<td width="48">206</td>
<td width="48">1,64*</td>
</tr>
<tr>
<td width="111">Freunde</td>
<td width="60">1,95</td>
<td width="48">208</td>
<td width="60">1,98</td>
<td width="48">207</td>
<td width="48">0,33</td>
</tr>
<tr>
<td width="111">Zärtlichkeit/Sexualität</td>
<td width="60">2,00</td>
<td width="48">207</td>
<td width="60">2,18</td>
<td width="48">207</td>
<td width="48">1,78*</td>
</tr>
<tr>
<td width="111">Kinderwunsch</td>
<td width="60">1,48</td>
<td width="48">207</td>
<td width="60">1,53</td>
<td width="48">206</td>
<td width="48">0,69</td>
</tr>
<tr>
<td width="111">Kindererziehung</td>
<td width="60">2,32</td>
<td width="48">113</td>
<td width="60">2,32</td>
<td width="48">111</td>
<td width="48">0,02</td>
</tr>
<tr>
<td width="111">Summe (ohne Kindererziehung)</td>
<td width="60">21,00</td>
<td width="48">204</td>
<td width="60">21,74</td>
<td width="48">202</td>
<td width="48">1,30</td>
</tr>
</tbody>
</table>
<p class="MsoNormal">
<p class="MsoNormal">
<p class="tabelle" style="text-indent: 11.35pt; page-break-after: avoid;">*: p&lt;0,10</p>
<p>(Empfehlungen für ein gutes WordPress Tabellen-plugin nehme ich gerne entgegen.)</p>
<p>Die nachfolgende Abbildung gibt die oben aufgeführten Mittelwerte in grafischer Form wieder, wobei die einzelnen Themen nach Häufigkeit geordnet dargestellt werden. Die Ergebnissen der Playboy/TNS Emind-Umfrage ähneln unseren Befunden. Bei <a href="http://www.spiegel.de/panorama/0,1518,547806,00.html" target="_blank">Spiegel Online</a> heißt es dazu:</p>
<blockquote><p>46 Prozent der Befragten gaben in einer vom Männermagazin &#8220;Playboy&#8221; initiierten Umfrage an, dass Sauberkeit und Ordnung in der Partnerschaft das größte Konfliktpotential bergen.</p>
<p>Auf Platz zwei folgen mit jeweils 35 Prozent die Themen &#8220;Verwandtschaft&#8221;, &#8220;Kinder&#8221; sowie &#8220;unterschiedliche Vorstellungen zur Freizeitgestaltung&#8221;.</p></blockquote>
<p>Auch die Abbildung verdeutlich, dass die Freizeitgestaltung, die Arbeitsteilung im Haushalt sowie Fragen der Kindererziehung den häufigsten Anlass für Meinungsverschiedenheiten bieten.</p>
<p><img class="aligncenter size-full wp-image-163" title="figkonfhauef" src="http://www.quantisozblog.de/wp-content/uploads/2008/06/figkonfhauef.png" alt="" width="672" height="672" /></p>
<p class="MsoNormal">
<p class="MsoNormal">
<p class="MsoNormal"><span>Die vorliegenden Befunde sind zudem mit denen der Kölner Studie[3]</span><span> vergleichbar</span><!--[if supportFields]><span style="mso-bidi-font-family:Arial" mce_style="mso-bidi-font-family:Arial"><span style="mso-element:field-end" mce_style="mso-element:field-end"></span></span><![endif]--><span>. Es zeigt sich auch dort ein erhöhtes Auftreten von Konflikten bei den Themen Freizeitgestaltung und Kindererziehung. Bei dem Thema Kinderwunsch werden sowohl im Mini-Panel als auch bei den Kölner Paaren die wenigsten Konflikte berichtet. Vergleicht man beide Befragungen weiter, so lässt sich ein Unterschied in den Angaben zu einem Konfliktthema, dem Freundeskreis, erkennen: Im Mini-Panel rangiert dieses Thema im unteren Feld, bei den Kölner Paaren eher im mittleren Feld.</span></p>
<p class="MsoNormal">Insgesamt gibt es also gute Gründe anzunehmen, dass vor allem der Paaralltag (Freizeitgestaltung, Aufteilung der Hausarbeit, Fragen der Kindererziehung) Anlass zum offenen Streit gibt &#8212; zumindest geben das die Partner in der Befragung an. Fundamentalere Partnerschaftsbereiche (Umgang miteinander, Sexualität, Kinderwunsch) werden nicht so häufig genannt. Das muss aber nicht bedeuten, dass die Partner mit diesen Themen konfliktfrei umgehen &#8212; sie werden nur seltener an- und ausgesprochen und damit als ein manifester, offener Konflikt wahrgenommen und damit in einer Befragung genannt.</p>
<p class="MsoNormal">
<p class="MsoNormal">
<p class="MsoNormal">
<p class="MsoNormal">
<p><strong>Fußnoten/Literatur</strong></p>
<p>[1] Sämtliche hier dargestellten Ergebnisse entstammen einem von Bernd Weiß und Michael Wagner verfassten Sammelbandbeitrag mit dem Titel &#8220;Stehen Konflikte einer guten Partnerschaft 	entgegen? Eine empirische Analyse auf Grundlage dyadischer Daten&#8221;. Der Beitrag wird irgendwann in diesem Jahr in einem Band des Pairfam-Projektes erscheinen. Den Analysen liegen die Daten des <a href="http://www.pairfam.uni-bremen.de/">Pairfam</a> Mini-Panels zugrunde.</p>
<p>[2] Die beiden Begriffe „Meinungsverschiedenheit“ und „Konflikt“ werden hier synonym verwendet. Im Fragebogen wurde jedoch auf Meinungsverschiedenheiten Bezug genommen. Diese Frage ist nicht unwichtig, wird aber im vorliegenden Beitrag nicht näher diskutiert.</p>
<p>[3] Wagner, Michael, und Bernd Weiß, 2005: Konflikte in Partnerschaften. Erste Befunde der Kölner Paarbefragung. In: Zeitschrift für Familienforschung. Heft 3, 2005: 217-250</p>
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		<item>
		<title>Was sich liebt das neckt sich? Konflikte und Paarstabilität</title>
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		<pubDate>Thu, 01 Nov 2007 18:08:11 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Bernd Weiss</dc:creator>
				<category><![CDATA[Soziologie]]></category>
		<category><![CDATA[Dyade]]></category>
		<category><![CDATA[Konflikte]]></category>
		<category><![CDATA[Konfliktverhalten]]></category>
		<category><![CDATA[Partnerschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Partnerschaftsstabilität]]></category>

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		<description><![CDATA[Wirken sich Partnerschaftskonflikte per se destabilisierend auf den Fortbestand einer Beziehung aus? Hinsichtlich des Zusammenhangs von Konflikthäufigkeit und Bewertung der Partnerschaft (&#8220;Partnerschaftszufriedenheit&#8221;) konnten Weiß und Wagner (2007) zeigen, dass dieser wesentlich durch die Art und Weise wie Konflikte geführt werden (nennen wir es &#8220;Konfliktverhalten&#8221;) moderiert wird. Unsere Analysen zeigen, dass sich der Effekt des Konfliktverhaltens [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wirken sich Partnerschaftskonflikte per se destabilisierend auf den Fortbestand einer Beziehung aus? Hinsichtlich des Zusammenhangs von Konflikthäufigkeit und Bewertung der Partnerschaft (&#8220;Partnerschaftszufriedenheit&#8221;) konnten Weiß und Wagner (2007) zeigen, dass dieser wesentlich durch die Art und Weise wie Konflikte geführt werden (nennen wir es &#8220;Konfliktverhalten&#8221;) moderiert wird. Unsere Analysen zeigen, dass sich der Effekt des Konfliktverhaltens auf die Partnerschaftszufriedenheit &#8212; unter Kontrolle eines als positiv bewerteten Konfliktverhaltens &#8212; sogar auf Null reduziert. Roloff (1981: 90) beschreibt den (möglichen) funktionalen Charakter von Paarkonflikten anschaulich, wenn er von der Chance „to ‚clear the air’“ spricht.</p>
<p><span id="more-50"></span></p>
<p>Sollte die Konflikthäufigkeit überhaupt einen Effekt auf die Partnerschaftsstabilität haben? Folgt man  austauschtheoretischen Überlegungen wie von Lewis/Spanier (1979) oder dem  Vulnerabilitäts-Stress-Adaptations-Modell von Karney und Bradbury (1995), dann lässt sich <em>kein</em> direkter Zusammenhang annehmen. Stattdessen wird unterstellt, dass Merkmale der Interaktion (d.h. auch Konflikte) zunächst die Qualität der Beziehung beinflussen und diese wiederum die Stabilität der Zweierbeziehung.</p>
<p>Auf der <a href="http://www.unitt.de/dboutput/stdoutput.hei?table=eventpages&amp;context=1&amp;nr=2&amp;template=webpagestemplate.hei&amp;lang=0&amp;id=0&amp;card=heises.4c150c70f04f8c39718a6536faad3886" target="_blank">18. Tagung der Fachgruppe Entwicklungspsychologie</a> habe ich Befunde eines zusammen mit Michael Wagner verfassten Arbeitspapieres [1] präsentiert, das sich mit dem Einfluss von Konflikten auf das Trennungsrisiko von Partnerschaften befasst [2]. Die Analysen basieren auf &#8220;gepoolten&#8221; Daten des <a href="http://www.pairfam.uni-bremen.de/" target="_blank">Pairfam Mini-Panels</a> sowie des Kölner Projektes &#8220;<a href="http://www.fis.uni-koeln.de/docs-www/index.php?id=814" target="_blank">Paarkonflikte, Kommunikation und die Stabilität von Partnerschaften</a>&#8220;. Die Befragung wurde in fünf deutschen Großstädten durchgeführt, nämlich Bremen, Chemnitz, Köln, Mannheim und München. Sämtliche Prädiktoren wurden zu t1 erhoben, während der Trennungsstatus zu t2/t3 erfasst wurde (im Mini-Panel wurden 3 Wellen erhoben, für die Kölner Daten liegen 2 Wellen vor). Die Konflikthäufigkeit wurde mit Hilfe eine Liste von sechs Lebensbereichen[3] in denen Paarkonflikte auftreten können gemessen. Für jeden Lebensbereich wurde erfasst, wie häufig es zu Meinungsverschiedenheiten kommt. Mögliche Antwortkategorien waren: 1 nie; 2 sehr selten; 3 gelegentlich; 4 häufig; 5 sehr häufig. Da die Analyseeinheit Dyaden sind, wurde pro Paar ein Summenindex konstruiert. Weitere Angaben zu Daten &amp; Methoden finden sich in den Folien oder dem erwähnten Arbeitspapier.</p>
<p>Doch zum Schluss noch eine Antwort auf die Ausgangsfrage, ob sich häufig streitende Paare auch häufiger trennen. Betrachtet man die Konfliktverteilung nach dem Trennungsstatus, wie das die nachfolgene Abbildung erlaubt, dann lautet die Antwort &#8220;Nein!&#8221;. Bis auf Bremen unterscheiden sich die Boxplots für die beiden Gruppen kaum.</p>
<p style="text-align: center"><img src="http://www.quantisozblog.de/wp-content/uploads/2007/10/konfbysep.jpg" alt="konfbysep.jpg" /></p>
<p>[1] Titel des Arbeitspapieres: <a href="http://www.eui.eu/Personal/Dronkers/Divorce/Divorceconference2007/Wagner.pdf" target="_blank">&#8220;<span style="color: blue"></span></a><a href="http://www.eui.eu/Personal/Dronkers/Divorce/Divorceconference2007/Wagner.pdf">Frequency of conflict, conflict behaviour and relationship stability</a>&#8220;. Erstmalig beim &#8220;<a href="http://www.eui.eu/Personal/Dronkers/Divorce/Programme2007.htm" target="_blank">5. Meeting of the European Network for the Sociological and Demographic Study of Divorce</a>&#8221; vorgestellt</p>
<p>[2] Folien des auf <a href="http://www.unitt.de/dboutput/stdoutput.hei?table=eventpages&amp;context=1&amp;nr=2&amp;template=webpagestemplate.hei&amp;lang=0&amp;id=0&amp;card=heises.4c150c70f04f8c39718a6536faad3886" target="_blank">18. Tagung der Fachgruppe Entwicklungspsychologie</a> gehaltenen Vortrags von Bernd Weiß als <a href="http://www.quantisozblog.de/wp-content/uploads/2007/11/foilheidelberg20070926.pdf" target="_blank">PDF-Dokument</a>. Desweiteren gibt es noch Folien eines von Michael Wagner präsentierten Vortrags auf einer Tagung der DGS Sektion Familiensoziologie <a href="http://familiensoziologie.uni-hd.de/Vortraege.html" target="_blank">(PDF)</a>.</p>
<p>[3] Die sechs Bereiche sind im Einzelnen: Freizeitgestaltung, Aufteilung der Hausarbeit, finanzielle Dinge, berufliche/schulische Dinge, Sexualität und Freundeskreis.</p>
<p>Literatur:</p>
<p>Lewis, Robert A., und Graham B. Spanier, 1979: Theorizing About the Quality and Stability of Marriage. S. 268-294 in: Wesley R. Burr, Reuben Hill, F. Ivan Nye, und Ira L. Reiss (Hg.): Contemporary Theories About the Family. General Theories/Theoretical Orientations. New York: Free Press.</p>
<p>Karney, Benjamin R., und Thomas N. Bradbury, 1995: The Longitudinal Course of Marital Quality and Stability: A Review of Theory, Method and Research, Psychological Bulletin 118: 3&#8211;34.</p>
<p>Roloff, Michael E., 1981: Interpersonal Communication. The Social Exchange Approach. Beverly Hills, London: Sage Publications.</p>
<p>Weiß, Bernd, und Michael Wagner, 2007: Stehen Konflikte einer guten Partnerschaft entgegen? Eine empirische Analyse auf Grundlage dyadischer Daten, Universität zu Köln. (zur Publikation eingereicht und akzeptiert)</p>
]]></content:encoded>
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