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	<title>blog.berndweiss.net &#187; Forschungssynthese</title>
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	<description>Unter anderem mit diesen Themen: Quantitative Soziologie, Statistik, R &#38; LaTeX</description>
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		<title>Potentiale und Probleme von Meta-Analysen in der Soziologie</title>
		<link>http://blog.berndweiss.net/2008/09/16/potentiale-und-probleme-von-meta-analysen-in-der-soziologie/</link>
		<comments>http://blog.berndweiss.net/2008/09/16/potentiale-und-probleme-von-meta-analysen-in-der-soziologie/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 16 Sep 2008 16:46:33 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Bernd Weiss</dc:creator>
				<category><![CDATA[Soziologie]]></category>
		<category><![CDATA[Themenschwerpunkt]]></category>
		<category><![CDATA[Forschungssynthese]]></category>
		<category><![CDATA[Meta-Analyse]]></category>
		<category><![CDATA[Schulabsentismus]]></category>
		<category><![CDATA[Schulschwänzen]]></category>

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		<description><![CDATA[Der Titel dieses Posts ist auch der Titel eines Beitrags von Michael Wagner und mir, der demnächst in der Zeitschrift &#8220;Sozialer Fortschritt&#8221; erscheint (Ausgabe 10/11 ist ein Sonderheft zum Thema &#8220;Meta-Analyse&#8221; bzw. Forschungsreviews/-synthese). Worum geht es in dem Aufsatz? &#8220;In diesem Beitrag werden Möglichkeiten und Probleme der Anwendung von Meta-Analysen in der Soziologie diskutiert. Während [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Der Titel dieses Posts ist auch der Titel eines Beitrags von Michael Wagner und mir, der demnächst in der Zeitschrift &#8220;<a href="http://www.duncker-humblot.de/?mnu=1000&amp;cmd=1002&amp;tid=24&amp;pid=26" target="_blank">Sozialer Fortschritt</a>&#8221; erscheint (Ausgabe 10/11 ist ein Sonderheft zum Thema &#8220;Meta-Analyse&#8221; bzw. Forschungsreviews/-synthese). Worum geht es in dem Aufsatz?</p>
<blockquote><p>&#8220;In diesem Beitrag werden Möglichkeiten und Probleme der Anwendung von Meta-Analysen in der Soziologie diskutiert. Während in anderen Fächern Meta-Analysen weit verbreitet sind, ist vor allem die deutschsprachige Soziologie noch weit davon entfernt, diese regelmäßig einzusetzen. Es wird eine einfache Systematik von Meta-Analysen eingeführt, mit der sich disziplinäre Unterschiede gut beschreiben lassen. Anschließend wird dargestellt, dass Meta-Analysen zur Lösung von vier prototypischen Forschungsproblemen beitragen: (1) Beschreibung und (2) Exploration eines Forschungsfeldes, (3) empirische Überprüfung von Hypothesen und (4) Evaluation von Maßnahmen. Der Beitrag endet mit einer Darstellung von typischen Problemen, wie sie sich bei der Anwendung von Meta-Analysen in der Soziologie ergeben&#8221; (250).</p></blockquote>
<p><span id="more-253"></span></p>
<p>Vielleicht noch ein weiteres Zitat, das erläutert, welcher methodologischer Anspruch hinter unseren Ausführungen steht und was sich die Sozialwissenschaften noch stärker zu Eigen machen sollten (siehe Hervorhebung):</p>
<blockquote><p>&#8220;Es kann kein Zweifel daran bestehen, dass die empirische Überprüfung von Theorien das zentrale Forschungsmotiv in den Sozialwissenschaften darstellt. Allerdings ist diese Überprüfung nicht mit einer empirischen Studie getan, <strong><em>vielmehr sind in der Regel viele empirische Untersuchungen in immer unterschiedlichen Testsituationen nötig</em></strong> (Opp 2005: 201). Sofern also Sozialwissenschaftler der Methodologie des kritischen Rationalismus folgen, die eben keine endgültig wahren Theorien vorsieht, wird ihnen eine ständige Überprüfung aktueller Theoriebildung abverlangt&#8221; (251).</p></blockquote>
<p>Was den Sozialwissenschaften beziehungsweise der Soziologie vielfach noch fehlt, ist eine <em>anerkannte</em> Replikationskultur, die ihren Niederschlag auch in entsprechenden Fachpublikationen findet. Während etwa in der Physik kein Experiment anerkannt wird, wenn nicht mindestens eine weitere Arbeitsgruppe es replizieren kann, gefallen sich große Teile der empirischen Sozialwissenschaften darin, möglichst originell zu sein und jede Studie, jede Befragung als etwas &#8220;Neues&#8221; zu konzipieren. In dem Artikel gehen wir etwa auf das &#8220;Operationalisierungschaos&#8221; zum Schulschwänzen ein. Insgesamt habe ich für meine Diss 15 verschiedene Studien zum Schulabsentismus zusammengetragen, die &#8212; mehr oder minder &#8212; das Schulschwänzen auf 15 verschiedene Arten und Weisen messen. Unter diesen Voraussetzungen einen Befundvergleich vornehmen zu wollen, ist schwierig und die Frage, was die bisherigen Untersuchungen erbracht haben, lässt sich nur schwer beantworten.</p>
<p>(Inwieweit quantitative Forschungssynthesen / Meta-Analysen hier besonders hilfreich sein können, ist Gegenstand meiner Diss beziehungsweise zweier Artikel, die gerade in Arbeit sind.)</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Lässt sich das Ausmaß soziologischer Wissensproduktion quantifizieren?</title>
		<link>http://blog.berndweiss.net/2008/08/09/lasst-sich-das-ausmas-soziologischer-wissensproduktion-quantifizieren/</link>
		<comments>http://blog.berndweiss.net/2008/08/09/lasst-sich-das-ausmas-soziologischer-wissensproduktion-quantifizieren/#comments</comments>
		<pubDate>Sat, 09 Aug 2008 18:31:36 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Bernd Weiss</dc:creator>
				<category><![CDATA[Daten]]></category>
		<category><![CDATA[Soziologie]]></category>
		<category><![CDATA[Statistik]]></category>
		<category><![CDATA[Themenschwerpunkt]]></category>
		<category><![CDATA[Bibliometrie]]></category>
		<category><![CDATA[Forschungssynthese]]></category>
		<category><![CDATA[KZfSS]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Beschäftigung mit (quantitativen) Forschungssynthesen (Stichwort Meta-Analyse) bringt es mit sich, dass ein (fast) automatisches Interesse am Ausmaß der fachdisziplinären Wissensproduktion besteht; schließlich soll der Einsatz der Forschungssynthese gerechtfertigt werden. So schreiben Wagner und Weiß (2006) etwa: &#8220;Der wohl wichtigste Grund für die rasche Entwicklung dieses Forschungsfelds ist die in zahlreichen Disziplinen beobachtbare rasante Expansion [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die Beschäftigung mit (quantitativen) Forschungssynthesen (Stichwort <a href="http://www.zahlengesellschaft.de/2008/06/22/themenschwerpunkt-quantitative-forschungssynthesen-meta-analyse/" target="_blank">Meta-Analyse</a>) bringt es mit sich, dass ein (fast) automatisches Interesse am Ausmaß der fachdisziplinären Wissensproduktion besteht; schließlich soll der Einsatz der Forschungssynthese gerechtfertigt werden. So schreiben Wagner und Weiß (2006) etwa:</p>
<blockquote><p>&#8220;Der wohl wichtigste Grund für die rasche Entwicklung dieses Forschungsfelds ist die in zahlreichen Disziplinen beobachtbare rasante Expansion der empirischen Forschung, was einige auch als „increasingly chaotic output of contemporary research“ (Hunt 1997: 1) bezeichnen. Selbst Experten eines Forschungsgebiets überblicken nicht mehr den Stand der Forschung. Diese Wissensexplosion ist in der Medizin besonders augenfällig: Heitmann (2001: 41) spricht von über 25000 biomedizinischen Zeitschriften, in denen weltweit jährlich über zwei Millionen Artikel erscheinen.&#8221;</p></blockquote>
<p><span id="more-180"></span></p>
<p>Interessant in dieser Hinsicht ist auch der Beitrag &#8220;<a href="http://www.fkf.mpg.de/ivs/literaturflut.html" target="_blank">Literaturflut &#8211; Informationslawine &#8211; Wissensexplosion. Wächst der Wissenschaft das Wissen über den Kopf?</a>&#8221; von Marx und Gramm (2002).</p>
<p>Für die (deutschsprachige) Soziologie liegen, soweit ich das einschätzen kann, keine vollständigen Statistiken vor, mit deren Hilfe sich das Ausmaß soziologischer Wissensproduktion quantifizieren lassen könnte &#8212; wobei ich auch nur vom empirischen Zweig der Soziologie sprechen möchte. Ein simple Messung liefern <a href="http://www.uni-koeln.de/kzfss/konventionen/ksents.htm" target="_blank">Statistiken über die eingereichten Manuskripte und die Annahmequote der Kölner Zeitschrift für Soziologie und Sozialpsychologie</a> (KZfSS). Ein Streudiagramm der eingereichten und schließlich auch veröffentlichten Manuskripte über die Jahre 1977 bis 2006 macht in meinen Augen deutlich, dass man auch jeden Fall <em>nicht</em> von einem Wachstum sprechen kann. Dass die Zahl der veröffentlichte Manuskripte relativ konstant ist, verwundert wenig, denn eine Zeitschrift kann über die Jahre nicht immer mehr Beiträge publizieren; auch die Kumulation der Zahlen macht das noch einmal deutlich.</p>
<p>Spannender ist zweifellos die obere Hälfte der Abbildung, wo die Zahl der eingereichten Manuskripte abgetragen wurde. 1987 wurden 134 Manuskripte eingereicht, was dem Maximum der Verteilung entspricht und seitdem ist eine leichte Abnahme zu verzeichnen &#8212;  so suggeriert es zumindest die Kurve. Da dies keine ordentliche bibliometrische Analyse ist, fällt mir zu den Gründen wenig ein. Eine Ursache könnte sein, dass die Notwendigkeit gestiegen ist, Artikel in englischsprachigen Zeitschriften zu publizieren, was mit einer Verringerung der eingereichten Manuskripte für deutschsprachige Zeitschriften (hier der KZfSS) einhergeht. Eine definitive Aussage darüber setzt aber eine Untersuchung sämtlicher deutschsprachiger Soziologiezeitschriften voraus.</p>
<p><img class="aligncenter size-full wp-image-208" title="figkzfss-05" src="http://www.zahlengesellschaft.de/wp-content/uploads/2008/08/figkzfss-05.jpg" alt="" width="500" height="397" /></p>
<p><strong>Literatur</strong></p>
<p>Heitmann, Kai U., 2001: Literaturrecherche im Internet. S. 41–47 in: Karl W. Lauterbach und Matthias Schrappe (Hg.): Gesundheitsökonomie, Qualitätsmanagement und Evidence-based Medicine. Eine systematische Einführung. Stuttgart: Schattauer.</p>
<p>Hunt, M. M., 1997: How Science Takes a Stock. New York: Russel Sage Foundation.</p>
<p>Marx, W., und G. Gramm, 2002: <a href="http://www.fkf.mpg.de/ivs/literaturflut.html" target="_blank">Literaturflut &#8211; Informationslawine &#8211; Wissensexplosion. Wächst der Wissenschaft das Wissen über den Kopf</a>?  (2. Mai 2008).</p>
<p>Wagner, Michael, und Bernd Weiß, 2006: Meta-Analyse als Methode der Sozialforschung. In: Diekmann, Andreas (Hg.): Methoden der Sozialforschung. Sonderheft 44 der Kölner Zeitschrift für Soziologie und Sozialpsychologie.</p>
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