Archive for the ‘Soziologie’ Category
Konferenzaktivitäten März/April 2010: Meta-Analysis, Bayes & MCMC, Prekäre Beschäftigungsverhältnisse & Kinderwunsch
Nachdem der aktive Teil des Semester (im Umfang von 8 SWS) vorbei ist, soll nun wieder die Forschung in den Vordergrund treten und es gilt, den Besuch einiger Konferenzen und Workshops vorzubereiten. Und nachdem ich (beziehungsweise ich als Koautor) während des laufenden Semesterbetriebs noch drei Artikel beendet bzw. eingereicht habe, können auch noch ein paar neue Forschungsergebnisse präsentiert werden.
Prekäre Beschäftigungsverhältnisse, Partnerschaftsqualität und der aktuelle Kinderwunsch
“Feuilletonsoziologie” und “kluge Soziologie”
Eröffnungszitat
Folgender tweet von sewenz erregte jüngst meine Aufmerksamkeit:
Es ist wirklich Zeit, kluge Soziologen zu Wort kommen zu lassen; das folgende Radiokolleg hilft da wohl nicht: http://tinyurl.com/yd5k6ok.
Stellt sich (mir) die Frage:
Was genau sind nochmal “kluge Soziologen”?
Antwort swenz: Read the rest of this entry »
Kleines Update meiner Folien “(Sozial-)Wissenschaftliches Publizieren mit LaTeX”
Es gibt ein kleines Update meiner Folien “(Sozial-)Wissenschaftliches Publizieren mit LaTeX“. Neu sind u.a. 2-3 Folien zum Umgang mit Stata-Tabellen.
Call for Papers: Finding Thetas in Europe – Conference on Applied Bayesian Statistics and MCMC Methods in the Social Sciences, 08-09 April 2010, University of Mannheim
We are pleased to announce the conference “Finding Thetas in Europe – Applied Bayesian Statistics and MCMC Methods in the Social Sciences” at the University of Mannheim, Germany, from 8th to 9th April 2010. This interdisciplinary conference is organized by young scholars from the University of Cologne and the University of Mannheim. It intends to gather young social scientists from Europe who apply Bayesian and MCMC methods in their research.
Das WeissWiki als Sammlung (überwiegend) technischer Beiträge zur empirische Sozialforschung
Blogs eignen sich nur bedingt, wenn es um die Verschriftlichung des eigenen Wissens geht. Daher habe ich (vor allem für mich selbst) ein Wiki eingerichtet, das eine Sammlung von Notizen enthält, die mehr oder weniger etwas mit dem Bereich “empirische Sozialforschung” zu tun haben. Aktuell finden sich dort etwa Tipps für Studierende, die eine Abschlussarbeit schreiben wollen. Weitere Themengebiete sind LaTeX, R, JAGS, Emacs… Da es ein Wiki ist, steht es jedem/r frei, meine Ausführungen zu ändern (zu verbessern).
Evaluationergebnisse meiner Lehrveranstaltungen im WS08/09 und SS09
Blogs von Wissenschaftlern können unter anderem den Zweck verfolgen, etwas mehr Transparenz in das Wissenschaftsgeschäft im Allgemeinen und das universitäre Leben im Besonderen zu bringen. Dazu gehört auch die Lehre und eine sehr kurze Recherche zeigt, dass sich noch nicht besonders viele Lehrende in den Wissenschaften kritisch mit ihrer eigenen Lehre auseinander gesetzt haben — sollte ich falsch liegen, so wäre ich natürlich über entsprechende Hinweise mehr als erfreut. Beginnen möchte ich an dieser Stelle mit dem öffentlichen Wissenschaftler per se, nämlich Christian Spannagel. Als öffentlicher Wissenschaftler reflektiert er (natürlich…) über das Aktive[..] Plenum: Feedback der Studierenden (hier Teil II). Vor kurzem (vorgestern) bin ich dann wieder auf orderfromnoise Aufmerksam geworden, wo sich Jan-Hendrik Passoth fragt, “Was tun mit Evaluationen?“. Dass Lehrevaluationen allein noch nicht für bessere Studienbedingungen sorgen, wird auf dem Academics.Blog unter der Überschrift “Macht der Blick in den Spiegel wirklich schöner?” thematisiert. Kritische Gedanken zu “Die Schwierigkeit der Lehrevaluation” finden sich auch bei Gabi Reinmann. Mir geht es in diesem Beitrag aber gar nicht darum, Lehrevaluationen zu hinterfragen. Ich setzte (zumindest teilweise) ihre Sinnhaftigkeit voraus und möchte im Folgenden über die Evaluation meiner eigenen Veranstaltungen reflektieren und, in gewisser Weise, Studierenden eine Entscheidungsgrundlage bieten, sich möglicherweise für eine meiner Veranstaltungen zu entscheiden.
1+1<2: Die Analyse dyadischer Daten am Beispiel des Zusammenhangs von Konflikthäufigkeit und Partnerschaftszufriedenheit
(Familien-)Soziologische Paarforschung hat lange Zeit die Existenz beider Partner ignoriert und in entsprechenden Erhebungen wurde lediglich ein Partner befragt. Ein wirkliches Verständnis partnerschaftlicher Prozesse kann aber nur erlangt werden, wenn die (möglichst unabhängig voneinander erhobenen) Angaben beider Partner vorliegen. Die Angaben beider Partner sind allerdings nicht unabhängig voneinander, so dass in statistischen Analysen diese Abhängigkeit berücksichtigt werden muss. Der Vortrag “1+1<2: Die Analyse dyadischer Daten am Beispiel…” befasst sich mit diesem Problem und stellt einige Analyseansätze vor. Gehalten wurde der Vortrag anlässlich der von den beiden Methoden-Sektionen der DGS organisierten Tagung “Wozu empirische Sozialforschung?“. Read the rest of this entry »
(Sozial-)Wissenschaftliches Publizieren mit LaTeX
Kürzlich habe ich eine Einführung in das Textsatzsystem LaTeX gehalten. Die Zuhörerschaft bestand überwiegend aus empirisch arbeitenden Sozialwissenschaftlern, insofern habe ich relativ viel Wert auf Graphiken sowie Tabellensatz (inkl. “Signifikanzsternchen”) gelegt. Für Interessierte stehen die Folien nachfolgend zum Herunterladen bereit.
- (Sozial-)Wissenschaftliches Publizieren mit LaTeX (farbig)
- (Sozial-)Wissenschaftliches Publizieren mit LaTeX (einfarbig, Druckfassung)
Meine drei Prinzipien der Datenanalyse oder: Alle Macht dem Code
Einführende Worte
Im nachfolgenden Text versuche ich relativ einfach und nicht auf Fachartikel-Niveau die für mich relevanten Punkte der statistischen Datenanalyse darzulegen. Die Idee zu einem solchen Blogbeitrag besteht schon länger und es gab auch schon Textfragmente. Die Motivation, den Artikel fertig zu stellen, habe ich durch den Beitrag “Ich plotte – also bin ich” auf dem Blog “Hinterm Mond gleich links” erhalten. Die dort sowohl im Artikel als auch in den Kommentaren vorgebrachten Einstellungen provozieren den Puristen in mir. Konkret ging es um das Nachbearbeiten einer Grafik, das heißt der Visualisierung von Daten. Dort ist dann von “nachträglich im Bild [d.h. der Grafik, BW] rumzupfuschen” oder “Diagramme meistens in Corel Draw” nachbauen die Rede. Der Pragmatiker (das ist der Gegenspieler des Puristen, s.o) in mir weiß natürlich auch, dass es Situationen geben kann, wo es zu einem solchen Vorgehen keine Alternative gibt (1 Stunde vor einer deadline o.ä.). Insofern wird nachfolgend ein idealisiertes Vorgehen beschrieben, dem auch ich nicht immer vollständig entsprechen kann und das natürlich über meine Kritik an “Ich plotte – also bin ich” weit hinausgeht.
17 Fragen an… mich
Nun darf auch ich mich in die illustre Runde derjenigen einreihen, die von Marc Scheloske zu einem Cafegespräch gebeten wurden. Bitte schön, hier meine Antworten auf die “17 Fragen an… Bernd Weiß von der Zahlen|Gesellschaft“. Und falls es jemand liest: mit “raffinierte[n] statistische[n] Experimente[n]” habe ich nichts zu tun, denn die sozialen Phänomen, die mich interessieren, lassen sich nur durch (große) Bevölkerungsbefragungen untersuchen.


