Auch Lehrbücher sollten vernünftig gesetzt werden
Mein ehemaliger Kollege Tilo Beckers hat in der Zeitschrift Methoden-Daten-Analysen das Buch “Statistiken verstehen und richtig präsentieren” von Thomas Sauerbier rezensiert. Insgesamt ist die Rezension wohlwollend gehalten und Statistikbücher, “[...] die die Darstellung statistischer Informationen nicht nebenher oder am Rande verhandeln, sondern Fragen der grafischen Darstellung in den Mittelpunkt rücken” verdienen generell mehr Beachtung.
Der folgende kritische Einwand aus der Rezension findet aber meine volle Zustimmung:
“Ein kritischer Leser, der Nutzer von TeX-Software zum Textsatz ist und professionelle Grafikprogramme zur Diagrammdarstellung verwendet, wird vermutlich den gesamten praktischen Ansatz des Buches samt der erkennbar der Microsoftfamilie entstammenden Schriften und Grafiken ablehnen. Und in der Tat kann man über die Qualität der Abbildungen bisweilen geteilter Meinung sein. So stört, dass der Autor alle Abbildungen generell einrahmt, da er dies für Geschmacksache hält. In der Praxis wissenschaftlicher Publikationen sollten die meisten Abbildungstypen aber in aller Regel freistehen. Auch fehlen Hinweise auf die durchgehende Einheitlichkeit von Abbildungen in einem Textdokument bzw. einer Publikation. Die Wahl der Parameter der Abbildung (wie Schriftgröße, Farb- oder Graustufenspektrum sowie Anordnung) sollte nicht für eine Abbildung alleine gelten, sondern sich wenn möglich im Sinne eines einheitlichen Designs durch eine Publikation ziehen” (280).

